Schäuble war hier

Mit freundlicher Genehmigung des CCC Sollte inzwischen schon recht großzügig seine Runde gedreht haben, die Nachricht, dass man Schäubles Fingerabdruck im Magazin des CCC mitsamt einer netten Gebrauchsanweisung erhält. Sie sagen: Der Datenschleuder liegen die Vorlage und eine fertige Attrappe bei. Um damit zum Beispiel bei Edeka [4] einkaufen gehen zu können, muss man den nachgemachten Abdruck nur noch vorsichtig auf den eigenen Finger kleben. Somit kann man praktisch alle üblichen Fingerabdruck[…]

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People vs the Internet, Artikel von 1995

Natürlich gibt es bei den ganzen Zukunftsvorhersagen rund ums Web eine Menge Bullshit aus Gründen akutem Techno-Optimismus oder einfach nur aus geschäftlichen Interessen. Dennoch: als Ende der Neunziger auf einmal die sogenannten Communities der heiße Scheiß waren, kurz vor’m Platzen der Bubble1.0, da hieß es, diese sozialen Netze seien die Zukunft. Heute sind sie quasi Realität, es brauchte dazu nur eine kritische Masse partizipierender Internet-User und dabei ist es vollkommen wurscht, ob die […]

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Neue Kapazitäten

Können Staatsanwaltschaften es künftig ablehnen, als Hilfssheriffs der Musik- und Filmindustrie Internetnutzer zu ermitteln? Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zieht gegenüber der Nachrichtenagentur AP diesen Schluss aus der heutigen Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung. Damit wären mit einem Schlag nicht nur ungezählte Ermittlungsverfahren einstellungsreif (wobei sie ja später ohnehin eingestellt werden). Es wären auch etliche Staatsanwälte und Polizisten beschäftigungslos. Ich korrigiere: für wichtige Dinge einsetzbar.

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Karlsruhe schränkt Vorratsdatenspeicherung ein

Vor einer halben Stunde ist die Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bekannt geworden, dass die Vorratsdatenspeicherung der Telekommunikationsdaten eingeschränkt werden muss, bis die Verfassungsklage von mehr als 34.000 BürgerInnen entscheiden ist. Die Verfassungsrichter entschieden, das nur in Fällen schwerer Straftaten die Daten vorerst genutzt werden dürfen. Für die Aufklärung von einfachen oder per Telekommunikation begangenen Straftaten dürfen die Daten nicht genutzt werden. In de[…]

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Vorratsdatenspeicherung teilweise außer Kraft

Das tickert gerade Spiegel mit einem Agentur-Mix: “Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung aller Telefonverbindungen teilweise gestoppt. Die Karlsruher Richter gaben damit einem von zehntausenden Bürgern unterstützten Eilantrag zum Teil statt.” Der Staat darf auf Vorrat gespeicherte Telefonverbindungsdaten vorerst nur zur Verfolgung schwerer Straftaten nutzen. Das würde explizit gegen den von der grossen Koalition gegenüber der EU-Richtlinie ergänzten Zusatz gehen[…]

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Verkürzte Überschriften

Wenn man politiche Aussagen in knackige Überschriften pressen will, kommt es zu gewissen Verkürzungen. Schönes Beispiel bei der Süddeutschen heute: Ein Schäuble-Interview trug zunächst den etwas missverständlichen Titel: “Wir machen den Hasspredigern Konkurrenz”. In der Langfassung liest sich das natürlich weniger doppeldeutig: sueddeutsche.de: Was wird aus den Hasspredigern in den Moscheen? Schäuble: Wir gehen gegen Hassprediger mit allen Mitteln vor. Mit islamischem Religionsunterricht machen […]

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Searching for Terrorists in World of Warcraft

So, you’re sitting around the house with your buddies, playing World of Warcraft. One of you wonders: “How can we get paid for doing this?” Another says: “I know; let’s pretend we’re fighting terrorism, and then get a government grant.” Having eliminated all terrorism in the real world, the U.S. intelligence community is working to develop software that will detect violent extremists infiltrating World of Warcraft and other massive multiplayer games, according to a data-mining report from the Director of National Intelligence. Another article. You just can’t make this stuff up.

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Provider liefert falsche Daten ans BKA

Beim Bundeskriminalamt ging dieser Tage ein bemerkenswertes Schreiben ein. Ein großer Internetprovider zog mit dem Ausdruck des Bedauerns eine Auskunft zurück. In dieser Auskunft hatte der Provider dem Bundeskriminalamt mitgeteilt, welcher Kunde am 29. August 2007 mit einer bestimmten IP-Adresse im Netz unterwegs war. Das Bundeskriminalamt hatte die Auskunft verlangt, weil bei “anlassunabhängiger Recherche” die IP-Adresse in einer Tauschbörse aufgefallen war. Über den zugeordneten Rechner stande[…]

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