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Watchmen

Auch wenn es jetzt vielleicht doch nicht verfilmt wird ist Watchmen von Alan Moore jeden Eurocent wert gewesen. Ich würde es zwar nicht unbedingt “The greatest piece of popular fiction ever produced” nennen, aber definitiv der bestgemachte und interessanteste Comic den ich je gesehen habe. Heisst zwar bei mir Comicanalphabeten nicht viel, hat mich aber immerhin überzeugt mir auch V for Vendetta zuzulegen. Mehr über den Autor, der natürlich irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn schwebt, kann man in The Mindscape of Alan Moore erfahren. Diesen bezieht man am besten über die üblichen Medientauschdienste.

The End of Suburbia

… ist ein Film, auf der offiziellen Seite heisst es:

Since World War II North Americans have invested much of their newfound wealth in suburbia. It has promised a sense of space, affordability, family life and upward mobility. As the population of suburban sprawl has exploded in the past 50 years, so too has the suburban way of life become embedded in the American consciousness.

But as we enter the 21st century, serious questions are beginning to emerge about the sustainability of this way of life. With brutal honesty and a touch of irony, The End of Suburbia explores the American Way of Life and its prospects as the planet approaches a critical era, as global demand for fossil fuels begins to outstrip supply. World Oil Peak and the inevitable decline of fossil fuels are upon us now, some scientists and policy makers argue in this documentary.

Der Film zeigt sehr ehrlich, was dem (nordamerikanischem) Teil der Menschheit bei gleichbleibender Ölabhängigkeit droht. Ich versuche mir noch einzureden in Europa werden wir, dank weniger Suburbs, nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werde. Aber ich fürchte das wird ein Wunschtraum bleiben ;)

Den Film(trailer) kann man sich natürlich bei Google-Video anschauen. Ich freue mich schon auf das Sequel(?) Escape From Suburbia.

Deutsche in Edmonton

Maxim Pouska sagt via Kommentar:

viel spass in der stadt.
dir ist bekannt, dass da jetzt jede menge deutsche sind?

Wo er vollkommen Recht hat. Es ist wirklich erstaunlich wie oft mal in Edmonton Deutsch hört oder Deutsche der einen oder anderen Sorte trifft. Auf der Baustelle vom College hört man, wie sich Bauarbeiter auf Deutsch unterhalten, am College selbst arbeiten zumindest eine Handvoll Deutsche und auf dem Maskenball des College saß ich zwischen zwei Deutschen (wobei einer Kanadier Deutscher Abstammung war, was ihn aber nicht daran hinderte fließend Deutsch zu sprechen ;)

Wohl bedingt durch die schlechte Arbeitssituation in der Heimat scheinen mir viele auszuwandern, hier zumindest sucht so gut wie jeder Laden im Einzelhandel oder in der Gastronomie Händeringend nach Aushilfen und Vollzeitkräften, einem Fernsehbericht zu folge denkt z.B. Tim Hortons daran seine Öffnungszeiten anzupassen, weil nicht genug Personal vorhanden ist.

Bin mal gespannt wie es da in der IT so aussieht ;)

Der Aufenthalt ist fast rum und ich habe weit weniger geschrieben als ich mir vorgenommen habe, aber vielleicht hole ich das noch nach wenn ich mehr Zeit habe.

Contentdinosaurier

Der Zugang zum Wissen in Deutschland findet im Internet fast gänzlich ohne die klassischen Verlage statt, die sich in den letzten Jahren bei dem Versuch, alte Geschäftsmodelle auf ein neues Gleis zu hieven, eine Abfuhr eingeholt haben. Den Text der Brockhaus-Enzyklopädie gibt es weder auf brockhaus.de noch einzeln käuflich auf einer anderen Seite des Verlags zu erwerben. Während im Internet – und dort beileibe nicht nur bei Wikipedia – Menschen unterschiedlicher Profession an der Sammlung, Pflege und Verbesserung von Inhalten arbeiten, die dann frei allen Menschen zur Verfügung stehen, bleibt meine Frage nach Mannheim unbeantwortet: Will man Teil der Wissensgesellschaft werden oder Exponat einer Ausstellung?

dieGesellschafter.de: Gesellschafter-Tagebuch

Ein Auszug aus dem Kommentar von Mathias Schindler, Vorstand von Wikimedia zu diesem Artikel. Tatsächlich sieht es für mich so aus als hingen die deutschen Printmedien immernoch ziemlich hinterher. Die Preise für Dossiers z.B. bei Spiegel Online sind m.E. einfach zu hoch, wenn man bedenkt das es teilweise Sammlungen alter Artikel sind für die man schätzungsweise 0,01 € Distributionskosten hat.

Aber ähnlich sieht es ja auch mit der Musikindustrie aus. 99 cent für Musik die, ob nun gut gemacht oder nicht, einfach nicht so teuer herzustellen ist wie sie angepriesen wird. Klar gibt es da die Interessen der Künstler und Kunst ist ja auch keine Ware wie jede andere … trotzdem scheinen die Künstler bei diesem Geschäftsmodell weniger zu verdienen als vorher. So sagt “Weird Al” Yakcoiv auf die Nachfrage einer seiner Fans:

I actually do get significantly more money from CDsales, as opposed to downloads. This is the one thing about myrenegotiated record contract that never made much sense to me. It coststhe label NOTHING for somebody to download an album (no manufacturingcosts, shipping, or really any overhead of any kind) and yet the artist(me) winds up making less from it.

Sehr traurig, wenn man bedenkt das die (rechnerisch Immensen) Mehreinnamen wohl direkt in Entwicklungen wie den Sony-Kopierschutz und DRM gehen. Letzteres wäre dann der automatisierte Genickschuss für unsere Wissensgesellschaft.

Blogged with Flock

Die liebe FIFA …

Freude. Ist ja nicht so das ich mich auf die Fußball-WM freue, in Hamburg kann man dem Bluegoal und sonstigem Werbeterror eh kaum entgehen, selbst der HVV warnt mich tagtäglich dass die WM immer näher rückt. Folgendes lässt mich die WM, insbesondere die FIFA noch weniger mögen:

Wie mo schreibt mahnt die FIFA anscheinend alle Spreadshirt-Kunden, die irgendetwas WM-ähnliches drucken wollen gnadenlos ab:

… beispielsweise den Freizeitkicker Michael M., der im mühevollen Nahkampf um ein einziges Ticket für Angola-Iran erfolgreich war. Jubelnd riss er sich
sein Hemd vom (Bier formte diesen wunderschönen) Körper. Als Ersatz wollte
er sich spontan als Souvenir folgenden Text auf ein Trikot drucken lassen.
Er wollte (es kam nie dazu)…

“WM 2006
IRAN-ANGOLA
ich war dabei”

So weit so ungut. Anscheinend verwährt die FIFA diversen Menschen aber auch Shirts mit ihrem Namen zu drucken, so schreibt renato:

Das ist ja ein starkes Stück. Ich wollte mir eben in meinem Spreadshirt-Shop ein Groovenite-Trikot mit meinem Vornamen “Renato” erstellen, da bekomme ich die folgende Fehlermeldung: “Der Text renato ist markenrechtlich geschützt und kann nicht verwendet werden”.

Zu guter letzt schreibt das Abendblatt noch etwas über Rechtschreibdiktate, ausgehebeltes Arbeitsrecht und Steuergeschenke.

Also los, opfern wir unsere Freiheiten König Fußball Fussball !

Kuttner in Hamburg

Sarah Kuttner war zur Lesung ihres Buches u.A. in Hamburg. Spiegel Online schreibt darüber:

Es sind viele Mädchen gekommen, um Sarah Kuttner im Hamburger “Streits”-Kino lesen zu hören und zu sehen. Sie haben Ringel-T-Shirts an, enge Jeans oder kurze Röcke. Ein paar haben Jungs mitgebracht, die aussehen, als ob sie die großen Brüder der Mädchen und nur zum Aufpassen dabei sind.

Finde dazu sollte mal gesagt werden dass erstmal garnicht so viele “Mädchen” waren (womit ich jetzt meine Frauen unter 18) und ich persönlich nicht aus einer Funktion als großer Bruder, sondern freiwillig da war ;)

War alles in allem ganz lustig, auch wenn ichs nicht jeden Tag bräuchte.